Wetter, Klima, Taifune - Philippinen

 

Durchschnittliche Temperaturen

 

Tabelle über Temperaturen, Regen- und Sonnentage auf den Philippinen

Die mittleren Temperaturen für die Philippinen übers Jahr gesehen betragen etwa 27 Grad Celsius. Der Januar ist der kühlste Monat und am heißesten ist es im Mai.

 

Meereseinfluss

Ein wesenlicher Faktor für Wetter und Klima auf den Philippinen ist der Einfluss des Meeres.

Kein Ort in dem Inselreich ist mehr als 100 km vom Meer entfernt und auf den meisten Inseln ist die Distanz zum Meer sogar noch kürzer.

Eine ständige leichte Brise mildert das Klima auf eine angenehme Weise. So entsteht fast nie eine unerträgliche Hitze, wie in weiten Gebieten Afrikas oder auch schon im Innern des spanischen Festlandes oder der Insel Gran Canaria in den Sommermonaten.

 

Jahreszeiten

In den Monaten Juni bis Oktober bringt der Monsun verstärkt Niederschläge, besonders im Norden und Osten des Inselreiches im Bereich von Palawan und Luzon. Im Süden des Landes, auf Mindanao und den Sulu-Inseln herrscht das ganze Jahr über ein eher trockenes Klima.

Die Inseln der Visayas kennen keine ausgeprägten Jahreszeiten, es regnet öfter mal kurz und dann scheint auch bald wieder die Sonne.

 

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Wetter in Manila

In größeren Städten liegen die Temperaturen im Stadtinnern höher als in den Außengebieten oder in ländlichen Gegenden. Die gewaltigen Betonmassen der dichtstehenden Häuser und der betonierten Straßen und Plätze speichern einen enormen Hitzevorrat der heißen Tagessonne. Der kühlende Wind vom Meer macht sich in den Häuserschluchten wenig bemerkbar. In der Nacht sinken deshalb die Temperaturen kaum, denn die Betonbauten wirken wie riesige Kachelöfen und in den Hotels der Innenstädte kann ein Europäer ohne eine Klimaanlage nicht schlafen.

 

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Wetter Cebu
Die nebenstehende Temperatur vom Flughafen Mactan auf Cebu gilt mit geringen Abweichungen für den Bereich der Visayas. Da jedoch alle Inseln im Innern gebirgig sind, kann es sein, dass in einem Ort die Sonne scheint, während es 5 km weiter regnet.

 

Zeitverschiebung

Die Uhrzeit oben rechts in der Anzeige ist die philippinische Ortszeit der Temperaturmessung.

Während der europäischen Sommerzeit beträgt die Zeitverschiebung 6 Stunden: Für die Uhrzeit in Deutschland ( MESZ) von 13:00 Uhr gilt in Cebu oder Manila auf den Philippinen 19:00 Uhr.

Während der Winterzeit (Normalzeit) ist die Zeitverschiebung + 7 Stunden: Deutschland ( MEZ) 13:00 Uhr ergibt für die Philippinen 20:00 Uhr.
Unstellung auf Sommerzeit geschieht am letzten Sonntag im März um 2:00 Uhr: Die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt.
Unstellung auf Normalzeit geschieht am letzten Sonntag im Oktober um 3:00 Uhr: Die Uhren werden um eine Stunde zurückgestellt.

 

Gebirge

In den Orten der Cordilleras von Luzon, wie Baguio und Banaue sowie anderen Gebirgsorten auf den zahlreichen Inseln der Philippinen herrschen Temperaturen, welche um bis zu 10 Grad Celsius niedriger sind als im Flachland. Touristen sollten dies bedenken und etwas wärmere Kleidung bei entsprechenden Ausflügen oder Bergwanderungen mitnehmen.

 

Karte Taifungürtel der Philippinen

 

Taifune, Wirbelstürme
Taifune können in den Monaten Juni bis November jederzeit auftreten.

Die heftigsten Auswirkungen solcher Wirbelstürme erleiden die Inseln Leyte, Samar und vor allem Luzon. Auf Luzon gibt es viele Armenviertel in tiefer gelegenen Regionen sowie an Flussufern und da diese Stürme meistens von heftigen Regenfällen begleitet werden, gibt es oft Tote und viele Obdachlose in überfluteten Gebieten.

Außerhalb des Taifungürtels liegen die Inseln Palawan, Mindanao und die Sulu-Inseln.

 

Inselgruppe Visayas

Die südwestlich gelegenen Inseln der Visayas, wie Bohol, Cebu, Negros und Panay liegen ebenfalls abseits vom Weg der Taifune und sind außerdem durch die östlich von ihnen gelegenen Inseln etwas geschützt.

Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass ein Taifun auch einmal diese Richtung einschlägt. Ein starker Taifun wird zwar dann immer noch durch die vorgelagerten Inseln abgeschwächt, die relativ geringe Landmasse dieser Inseln kann jedoch einen heftigen Wirbelsturm nicht gänzlich aufhalten.

Zumindest muss auch in diesen Gebieten in den Monaten Juli bis September mit gelegentlich stärkeren Regenfällen gerechnet werden.

 

Wirbelsturm auf den Philippinen

Entstehung der Taifune

Wenn sich die Wassertemperatur im Pazifik auf über 26 Grad Celsius erwärmt, kann sich aus einem zunächst noch kleinen Tiefdruckgebiet durch die aufsteigenden, erhitzten Luftmassen ein Taifun entwickeln. Durch die kondensierende Luftfeuchtigkeit der aufgestiegenen Luft entsteht zusätzliche Wärme, welche die Masse der aufsteigenden Luft weiter verstärkt.

Die Corioliskraft der Erdumdrehung versetzt den Wirbelsturm in Rotation und in der Mitte bildet sich ein windstilles Auge, an dessen Rand die Luftgeschwindigkeit jedoch besonders stark ist.

Der Durchmesser eines Taifuns kann 500 km erreichen. Wirbelstürme mit mehr als 117 km/h Windgeschwindigkeit werden im Pazifik als Taifun bezeichnet. Taifune im Bereich der Philippinen erreichen Windgeschwindigkeiten bis zu 240 km/h. Besonders starke Taifune können Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h erreichen und eine verheerende Wirkung entfalten.

Die Lebensdauer eines Taifuns geht nur in Ausnahmefällen über eine Woche hinaus.

 


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